Die Oscars gehen an den Veganismus


Letzte Nacht fand die 92. Oscarverleihung statt. Am darauffolgenden Tag sind die unterschiedlichsten Schlagzeilen über die jährlich zelebrierte Filmverleihung in den Medien zu finden: Beiträge wie „Heidi Klums Mode Flop“ oder „Die großen Verlierer des Abends“ zieren die Onlineseiten von Medienhäusern wie „Kurier“ und „ORF“. Doch zum großen Erfreuen der veganen Gemeinschaft konnte sich auch der Veganismus in die mediale Berichterstattung über die 92. Oscarverleihung schleichen:

Die Oscar-Nacht 2020 hat ihren Menüplan auf „fast komplett vegan“ umgestellt. Zwar klingt ein fast meist eher enttäuschend als erfreulich, dennoch kann man hierbei von einem Fortschritt sprechen. Wo in den Vorjahren noch ein eher unbedeutendes Angebot an veganem Essen vorhanden war, kümmerte sich Oscars-Koch „Wolfgang Puck“ dieses Jahr um ein „überwiegend veganes Essen“.

Die tatsächliche Schlagzeile des Abends ist jedoch nicht der Menüplan der Stars, sondern die Rede des „Joker“-Schauspielers Joaquin Phoenix: Nachdem der Schauspieler seinen Award entgegennahm, hielt er eine Rede über Ungerechtigkeit jeglicher Art und schloss auch die Diskriminierung von nicht-menschlichen Lebewesen ein. Seit seinem dritten Lebensjahr lebt Joaquin Phoenix vegan und scheut sich auch nicht vor Aktivismus. Unter anderem übernahm er bei der berühmten Dokumentation „Earthlings“ die englische Sprecher-Rolle. „Niemand hat das Recht, eine*n andere*n zu dominieren, zu kontrollieren, zu benutzen und auszubeuten.“ Mit seiner Aussage verweist er besonders auf die Milchindustrie, in der Kühe schwängert und ihnen anschließend ihre Kinder geraubt werden, damit Menschen diese Milch in ihren Kaffee oder Cornflakes schütten können.

Wie Joaquin Phoenix in seiner Rede selbst sagte, hat er durch seine Position als Schauspieler die Möglichkeit, für Jene zu sprechen, die es nicht können. Und diese Möglichkeit hat er eindeutig genutzt. Durch seine Position als beliebter Schauspieler scheint zudem der Hoffnungsschimmer auf, dass er durch seine Rede tatsächlich irgendjemanden, wenn auch nur die mediale Berichterstattung über diesen einen Abend, verändert hat.


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